Buchholz (co) Mit einem Jubiläums-Wochenende hat die Freiwillige Feuerwehr Buchholz in den vergangenen drei Tagen ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Nicht fehlen durfte dabei auch der Fest-Umzug durchs Dorf - bei dem allein 22 Fahrzeuge befreundeter Wehren und Traditions-Vereine teilnahmen.
Eingeläutet wurden die Feierlichkeiten am Freitagabend mit einer internen Fest-Sitzung für geladene Gäste. Dabei wurden allein knapp 20 Kameraden für 10 bzw. 20 Jahre Mitgliedschaft in der Wehr geehrt. "Das haben wir seit dem 90. Jubiläum nicht mehr gemacht, daher ist da nun schon einiges aufgelaufen", erklärte Ortswehrführer Christoph Neumann der MOZ. Gemütlich sei die Veranstaltung verlaufen - anschließend folgte auch noch ein Fackelumzug, gekrönt vom Lagerfeuer auf dem Festplatz.
Ebenfalls eine Runde durchs Dorf ging es für die Kameraden erneut am Sonnabendmittag. Eingeläutet von der Einsatz-Sirene setzte sich ein langer Festumzug in Bewegung. Angeführt von der Schalmeien-Kapelle des Kreisfeuerwehrverbandes machten sich die Buchholzer - unterstützt von Wehren aus der Gemeinde Steinhöfel, Fürstenwalde und Rehfelde - sowie viel alter Technik auf den Weg. Zaungäste, etliche mit Bänken vor dem Gartenzaun, gab es viele, ebenso Applaus sowie summende Fotoapparate.
Zum Festplatz zurückgekehrt, dankte Wehrführer Neumann seinen Mitstreitern für ihren selbstlosen und freiwilligen Einsatz in der Wehr. Viele Kameraden sorgten in historischer Kleidung - wie Ortsvorsteher Friedhelm Quast in alter preußischer Militär-Uniform - für einen Hingucker. "Ich sehe eine starke Altersgruppe, aber auch eine gute Jugend", lobte Detlef Korn, Chef des Kreisfeuerwehrverbandes in seinen Grußworten. Einen besonderen Dank richtete er auch an Landrat Manfred Zalenga. "Der hat immer ein offenes Ohr für die Feuerwehr", so Korn und überreichte anschließend an Richard Scholz, der 33 Jahre Buchholzer Ortswehrführer war, und Hans-Joachim Grey die Verbands-Auszeichnungen für langjähriges Engagement.
Mit leeren Händen kam auch Landrat Zalenga nicht, zeichnete beispielsweise Hans-Jürgen Quandt und Kurt Quast für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Wehr aus und übergab an sechs Kameraden sogar Ehrungen für 50 Jahre. Nachdem Pfarrer Oliver Schönfeld die Truppe gesegnet hatte, freute sich Ortswehrführer Neumann auch noch über viele Geschenke.
Ihr praktisches Können bewiesen die Buchholzer am Nachmittag beim Löschen eines simulierten Wohnungsbrandes und einer Fett-Explosion. Das gleichzeitige Dorffest ging bis weit in die Nacht und endete erst am Sonntag mit einem Frühschoppen.
